Jagd

Geboren um zu Jagen !!!

Max ist nicht nur im “normalen” Leben mein treuester Begleiter, sondern auch mein verlässlicher Partner bei der Jagd. Das war nicht von Beginn an der Fall. Als Max 2 Jahre alt war stellte ich fest, dass man einen Kleinen Münsterländer mit ständigen Ersatzbeschäftigungen nicht auslasten kann. Der Kleine Münsterländer ist ein Jagdgebrauchshund und muss auch als solcher geführt werden, wenn man ihm ein wirklich glückliches Leben ermöglichen möchte. Nicht umsonst ist es so gut wie ausgeschlossen als Nichtjäger von einem seriösen Züchter einen Hund dieser Rasse zu bekommen. Seriöse und vorallem verantwortungsvolle Züchter geben ihre Welpen nicht an Nichtjäger ab, und sie wissen warum. Jagdgebrauchshunde haben eine hohe Passion, welche angewölft ist. Dieser Passion können Menschen ohne jagdliche Ambitionen und die dazu nötigen Gegebenheiten nicht Herr werden. Schon alleine rechtlich ist es nicht gestattet mit einem Jagdhund in einem fremden Revier zu arbeiten und zu trainieren, denn die Ausbildung eines Jagdhundes zählt zur Jagdausübung, und wer das unerlaubt tut – wildert.

Es gibt nichts Schöneres als einem Jagdgebrauchshund bei der Arbeit zuzusehen, oder noch besser: diese gemeinsam mit ihm zu erleben. Ich selber hätte mir das nicht erträumen lassen, bis ich begonnen habe, meinem Hund ein verdientes Leben als richtiger Jagdhund zu ermöglichen.

Es war ungleich schwerer einen 2 Jahre alten Hund noch jagdlich auszubilden, der auch als Welpe leider keine Prägung in diese Richtung genossen hat. Dieser Herausforderung habe ich mich gerne gestellt und Max mit sehr viel Geduld und Liebe zur Brauchbarkeitsprüfung geführt, welche er 2008 mit Bravour bestanden hat.

Einen Jagdhund zu führen bedeutet Konsequenz, harte Arbeit, und damit umgehen zu können immer wieder Rückschläge zu erleben.

Ich arbeite mit Max nahezu täglich an Wild und am Gehorsam. Natürlich nimmt das extrem viel Arbeit in Anspruch. Täglich sind wir ca. 3 Stunden in Wald und Flur unterwegs. Erfreulicherweise sind wir für unser jagdliches Training in einigen Revieren hier in der Gegend gerne gesehen, da Max sehr gut im Gehorsam steht.

Bei meinem besten Freund Bernd im Revier haben wir die Möglichkeit so oft wir wollen zu jagen. Da dieses Revier ein Hochwildrevier ist, arbeitet Max hauptsächlich als Nachsucher. Dies bedeutet, dass er krankes Wild auf der Rotfährte (Blutfährte) nachsucht. Die Ausbildung dazu haben wir bei dem sehr erfahrenen Jäger und Hundeausbilder Helmut Schönberger gemacht.

Er arbeitet, wie ich, ohne jegliche Gewalt und Starkzwangmittel.

Da eine Nachsuche auf Schwarzwild sowohl für den Hund als auch für den Nachsuchenführer eine grosse Gefahr darstellt, trägt Max auf Schwarzwildnachsuchen grundsätzlich eine Schlagschutzweste, welche für ihn massangefertigt wurde. So hat wehrhaftes Schwarzwild geringere Chancen den Hund zu verletzen. Bevor es solche Westen gab, standen viele Hundeführer, vornehmlich bei der Arbeit an wehrhaftem Schwarzwild, der Situation relativ machtlos gegenüber. Zusätzlich zur Sorge um den verletzten vierläufigen Jagdhelfer schlugen dann die oft erheblichen Folgekosten durch hohe Tierarztrechnungen oder gar den Verlust des Hundes schmerzlich zu Buche. Die Weste gewährleistet eine Durchstossfestigkeit von rund 900 Newton, so hat das Gewaff vom Schwarzwild kaum noch eine Chance den Hund ernsthaft zu verletzen. Dennoch sind gebrochene Rippen und Läufe keine Seltenheit, vor allem bei unerfahrenen Hunden.

Derzeit jagen wir wie gesagt in einem traumhaften Hochwildrevier in der Eifel und Max hat seinen Job als Nachsucher auf Reh-, Rot-, und Schwarzwild sicher. Aber da man nie weiss, wohin die Reise geht, wird auch die Arbeit am Niederwild ständig geübt. Wer weiss, vielleicht jagen wir auch mal in einem Niederwildrevier. Ich muss allerdings dazu sagen, dass meine Passion auch eher in die Richtung Hochwild geht. Ich bin nicht der grosse Schrotschütze ;-)

Es sei erwähnt, dass Jagdgebrauchshunde, und damit meine ich alle Rassen die dazu gehören, für ein normales Leben als reiner Familienhund völlig ungeeignet sind. Leider landet ein sehr grosser Prozentsatz dieser Hunde wegen Überforderung des Führers früher oder später im Tierheim.

Nachsuchentraining

Entenapport

Stolzer Hund nach der Arbeit

Die sind ganz schön schwer :-)

Schlagschutzweste

Erfolgreiche Jagd